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20. Februar 2017; Felix Beckers

„CHARM - Stauraummanagement: Prozesse im Kleinen - Auswirkungen im Großen“

  • Wann: 12. Oktober 2017 9:00 - 17:00 Uhr
  • Wo: Kollegiengebäude I, Raum HS 1098 "Horst-Weitzmann-Hörsaal", Platz der Universität 3, 79098 Freiburg 
  • Wer: Alle Interessierten
  • Was: Informationen über das Thema und aktuelle Untersuchungen

Anfahrt:


Weltweit dienen Wasserspeicheranlagen wie Talsperren und Stauseen essentiellen Zwecken: der Wasser- und Energieversorgung, dem Hochwasserrückhalt, der Schiffbarmachung der Gewässer und  – nicht zuletzt – der Naherholung und dem Tourismus. In Zukunft wird die Bedeutung dieser künstlich angelegten Wasserkörper durch die erwarteten Veränderungen im Zuge des Klimawandels und der demographischen Entwicklung weltweit ansteigen. Allerdings führen Anlage und Unterhalt von Reservoiren immer wieder zu (Nutzungs-) Konflikten und gesellschaftlichen Spannungen zwischen verschiedenen Interessengruppen, da sie mit intensiven Eingriffen in die Landschaft einhergehen. Diese betreffen sowohl ökologische als auch ökonomische, soziale und infrastrukturelle Aspekte. Eine besondere Herausforderung innerhalb der Speicher sind Sedimentakkumulationen, die mit Nähr- und Schadstoffen oder organischem Material belastet sein können und dann zu toxischen Blaualgenblüten und zur Produktion klimawirksamer Treibhausgase führen. Die Sedimentablagerungen beeinträchtigen zudem allein durch ihre Quantität die Funktion und den Betrieb der Anlagen.


Im Rahmen des Kolloquiums werden geladene Experten/-innen verschiedene Aspekte der Thematik einführen und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Zusätzlich werden die CHARMProjektgruppen über ihre Forschungsschwerpunkte sowie über den Stand der laufenden Untersuchungen und erste Ergebnisse informieren.

 

Die Referent/-innen:

Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf
"Morphologie lebendiger Gewässer"
Lehrstuhl und Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (Institute of Hydraulic Engineering and
Water Resources Management) RWTH Aachen.

 

Dr. Julia Kleinteich
"Toxische Cyanobakterien weltweit - von den Polarregionen bis in den Gartenteich"
Fachbereich Angewandte Geowissenschaften, Umweltsystemanalyse, Universität Tübingen.

 

Sophie Kuppler
"Governance von Stauräumen. Ansätze zum Umgang mit Zielkonflikten in gesellschaftlichen Transformationsprozessen" 
Institut für Technikfolgen und Systemanalyse, KIT.

  

Des Weiteren präsentieren aus dem CHARM-Projekt:

Sedimente: Ein Limitierungsfaktor für Talsperren? 
Dr. Stefan Haun und Felix Beckers


Mikrobielle Verkittung von Feinsedimenten in Stauräumen. 
Dr. Sabine Gerbersdorf und Kaan Koca


Bedeutung von toxischen Blaualgenblüten für Mensch und Umwelt: Ansätze zum Verständnis der Blütenbildung. 
Prof. Dr. Daniel Dietrich und Barbara Weisbrod


Einfluss der Speicherbewirtschaftung auf die Dynamik und Freisetzung von Treibhausgasen. 
Dr. Hilmar Hofmann und Jorge Encinas


Gesellschaftliche Implikationen von Stauräumen in Baden-Württemberg. 
Prof. Dr. Rüdiger Glaser und Katharina Stork


Das Kolloquium wird organisiert durch die Projektgruppe „Challenges of Reservoir Management“ (CHARM). Das Projekt wird im Rahmen der Wassernetzwerkinitiative Baden-Württemberg vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert. Beteiligt sind das Institut für Wasserund Umweltsystemmodellierung der Universität Stuttgart, das Limnologische Institut und AG Ökotoxikologie der Universität Konstanz sowie die Physische Geographie der Universität Freiburg.

Kontakt:
Dipl.-Geogr. Katharina Stork
Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie, Abt. Physische Geographie
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
E-Mail: charm@geographie.uni-freiburg.de