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27. Oktober 2017; Felix Beckers

„CHARM - Stauraummanagement: Prozesse im Kleinen - Auswirkungen im Großen“

Am 12. Oktober fand das erste Statuskolloquium der Projektgruppe CHAllenges of Reservoir Management (CHARM) unter dem Titel „Prozesse im Kleinen – Auswirkungen im Großen“ in Freiburg i.Br. statt. Drei geladene Experten/innen konnten durch Ihre Vorträge thematische Impulse setzen. Jeweils im Anschluss präsentierten Mitglieder der CHARM-Gruppe ihre Arbeit und erste Forschungsergebnisse.

Herr Prof. Schüttrumpf (RWTH Aachen) unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung der Sedimente für die Morphologie in Flusssystemen und die Herausforderungen die sich im Hinblick auf die Akkumulation von Sedimenten in Stauräumen ergeben. Diese betreffen nicht nur die dadurch lokal eingeschränkte Nutzung der Speicher weltweit, sondern haben auch weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Flusssystem bis hin zur Mündung.

Frau Dr. Kleinteich konnte in ihrem Vortrag zum Thema „Toxische Cyanobakterien weltweit - von den Polarregionen bis in den Gartenteich“ zeigen, dass Cyanobakterien nicht nur Teil ganz unterschiedlicher Ökosysteme sind, sondern auch eine weltweite Herausforderung für den Betrieb von Speichern und in der Folge für die Wasserversorgungssysteme darstellen und als Gesundheitsrisiko für die Menschen gelten müssen.

Frau Kuppler spannte in ihrem Beitrag zu Fragen der Governance im Zusammenhang mit Stauhaltungen den Bogen zu den sozialen Prozessen. Sie konnte zeigen, dass Stauräume als soziotechnische Systeme zu sehen sind, die Teil eines gegenwärtig stattfindenden gesellschaftlichen Transformationsprozesses sind. Dabei wird die Frage nach dem Umgang mit Zielkonflikten eine besondere Herausforderung der Zukunft sein.

Jeweils thematisch passend zu den Expertenvorträgen schlossen sich die Vorträge der CHARM-Forschergruppe an, die von den konkreten praktischen Arbeiten im von der Wassernetzwerk Baden-Württemberg-Initiative geförderten Projekt berichteten und forschungsrelevante Ergebnisse vorstellten.